Die US-amerikanische Federal Trade Commission (FTC) überarbeitet die Regel zum Children's Online Privacy Protection Act (COPPA), um den Schutz der Online-Daten von Kindern zu stärken. Diese Änderungen wirken sich besonders stark auf den Bildungstechnologie-Sektor (EdTech) aus, der nun vor neuen Compliance-Herausforderungen steht.
US-COPPA: FTC aktualisiert Regeln zum Online-Datenschutz von Kindern für EdTech-Unternehmen
Am 16. Januar 2025 wurde die endgültige COPPA-Regel vorgestellt. Die überarbeitete Regel soll technologischen Entwicklungen Rechnung tragen, darunter:
Unternehmen müssen nun eine ausdrückliche und überprüfbare Einwilligung der Eltern einholen, bevor sie personenbezogene Daten von Kindern für Zwecke wie zielgerichtete Werbung an Dritte weitergeben.
Die neuen Regeln besagen, dass Daten von Kindern nur so lange aufbewahrt werden dürfen, wie es zur Erreichung des spezifischen Zwecks, für den sie erhoben wurden, erforderlich ist. Unternehmen dürfen diese Daten nicht unbegrenzt speichern, um sicherzustellen, dass Informationen nicht über ihren beabsichtigten Zweck hinaus gespeichert werden.
Die FTC hat ihre Definition von „personenbezogenen Daten" erweitert, sodass sie nun auch biometrische Merkmale und von Behörden ausgestellte Identifikatoren umfasst. Die Erweiterung deckt neuere Formen der Datenerhebung wie Fingerabdrücke, Netzhautmuster und Gesichtsvorlagen ab und spiegelt die technologischen Fortschritte seit der letzten Aktualisierung wider.
Von der FTC genehmigte Safe-Harbor-Programme müssen nun ihre Mitgliederlisten offenlegen und der FTC zusätzliche Informationen melden, um die Rechenschaftspflicht zu erhöhen und mehr Transparenz hinsichtlich der Einhaltung der COPPA-Richtlinien zu schaffen.
Dieser Wandel bringt neue Pflichten für EdTech-Anbieter mit sich, insbesondere im Hinblick darauf, wie sie personenbezogene Daten von Kindern erheben, speichern und verarbeiten.
Die jüngsten Überarbeitungen der FTC am Kinderschutzgesetz haben EdTech-Unternehmen vor neue Herausforderungen gestellt und zwingen sie dazu, zu überdenken, wie sie personenbezogene Daten von Kindern erheben, verarbeiten und speichern. Die Compliance ist nun noch komplexer geworden: EdTech-Unternehmen müssen ihre Datenerhebungspraktiken, Werbestrategien und Backend-Systeme überprüfen und neu gestalten, um die strengeren Anforderungen zu erfüllen.
Für kleinere EdTech-Unternehmen können diese Änderungen die Ressourcen stark beanspruchen, da zusätzliche finanzielle und technologische Investitionen erforderlich sind, um konform zu bleiben. Darüber hinaus erfordert die Aufnahme neuer Datenkategorien wie biometrischer Identifikatoren und behördlicher Ausweisdokumente verstärkte Datensicherheitsmaßnahmen, was die operative Komplexität erhöht.
Da die FTC ihre Prüfung des Datenschutzes von Kindern verschärft, sehen sich Unternehmen einer erhöhten Haftung und dem drohenden Risiko von Prüfungen oder rechtlicher Durchsetzung ausgesetzt. Ein Verstoß gegen die Vorschriften birgt nicht nur das Risiko erheblicher Bußgelder, sondern schädigt auch den Ruf der Marke und untergräbt das Vertrauen der Nutzer.
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