IAB TCF 2.3: Wichtige Updates für Publisher und Werbetreibende

UniConsent Team

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Inhaltsverzeichnis

Das IAB Transparency and Consent Framework (TCF) ist seit Langem ein Eckpfeiler für die Verwaltung von Nutzerdatenschutz und Einwilligung in der digitalen Werbung. Die Veröffentlichung von IAB TCF 2.3, angekündigt am 19. Juni 2025, bringt wichtige Klarstellungen und Compliance-Updates mit sich, die Publisher, Werbetreibende und Consent-Management-Plattformen (CMPs) bis zum 28. Februar 2026 übernehmen müssen.

Diese Änderungen verbessern die Transparenz, stärken die Rechenschaftspflicht und richten das Framework besser an den regulatorischen Erwartungen auf EU-Ebene im Rahmen der DSGVO, der ePrivacy-Richtlinie sowie den Leitlinien des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) und der nationalen Datenschutzbehörden aus.

IAB TCF 2.3 bietet eine standardisierte Möglichkeit, Nutzerpräferenzen über mehrere Plattformen hinweg zu verwalten, und hilft Organisationen dabei, die Compliance aufrechtzuerhalten, die Rechte der Nutzer zu schützen und weiterhin eine verantwortungsvolle, datengestützte Werbung zu unterstützen.

IAB TCF 2.3: Wichtige Updates für Publisher und WerbetreibendeIAB TCF 2.3: Wichtige Updates für Publisher und Werbetreibende

Überblick über IAB TCF 2.3

IAB TCF 2.3 ist die neueste Version des Frameworks und wurde entwickelt, um:

  • die Transparenz und Kontrolle der Nutzer zu stärken
  • die Offenlegung von Vendoren und Szenarien des berechtigten Interesses zu klären
  • die UI- und Usability-Standards für CMPs zu verbessern
  • aktuelle Gerichtsurteile und regulatorische Auslegungen zum TCF und zur Rolle von IAB Europe widerzuspiegeln

Mehr Transparenz für Endnutzer

Die Transparenzanforderungen unter TCF 2.3 sind strenger als zuvor und verlangen von CMPs, Datenschutzoptionen in klarer, einfacher und leicht verständlicher Sprache darzustellen. Diese Anforderungen erweitern die erstmals in TCF 2.2 eingeführten Pflichten.

  • Die erste Ebene der Einwilligungsoberfläche muss nun die Gesamtzahl der Vendoren anzeigen, die eine Rechtsgrundlage schaffen wollen, zusammen mit Erklärungen zu jedem Verarbeitungszweck.
  • Beschreibungen der Verarbeitungszwecke müssen einfache, praxisnahe Beispiele enthalten (z. B. wird verwendet, um Anzeigen basierend auf Ihren Interessen zu personalisieren), damit Nutzer verstehen, wie ihre Daten verwendet werden.
  • Nutzer müssen die Einwilligungsoberfläche (z. B. Banner oder Popup) jederzeit erneut öffnen können, um ihre Datenschutzeinstellungen zu überprüfen oder zu ändern.
  • Komplexe juristische oder technische Begriffe müssen in allen CMP-Ebenen durch klare, verständliche Formulierungen ersetzt werden.

IAB TCF 2.3 Berechtigtes Interesse und Offenlegung von Vendoren

Ein zentraler Schwerpunkt von TCF 2.3 liegt darauf, zu klären, wie Vendoren, die sich auf das berechtigte Interesse (LI) berufen, mit Offenlegungen und Widersprüchen umgehen sollten, insbesondere bei der Verarbeitung von Daten für besondere Zwecke.

Bisher waren sich Vendoren unsicher, ob sie den Nutzern offengelegt worden waren, wenn eine CMP einen Widerspruch eines Nutzers gegen die Verarbeitung auf Basis des berechtigten Interesses registrierte. Die neuen Regeln beseitigen diese Unklarheit, indem sie vorschreiben, dass das Segment „Disclosed Vendors“ – zuvor optional – nun verpflichtend ist. Dieses Segment muss im TC-String enthalten sein.

Einwilligungsstrings, die nach dem 28. Februar 2026 unter TCF 2.2 erzeugt werden, werden ungültig, während vor diesem Datum erstellte TCF 2.2-Strings weiterhin unterstützt werden.

Zeitplan für die Umsetzung

Die verbindliche Frist des IAB für alle Publisher und CMPs zur vollständigen Umsetzung von TCF v2.3 ist der 28. Februar 2026.

Google hat bestätigt, dass seine Systeme TCF v2.3-Strings ab dem 17. Oktober 2025 akzeptieren und verarbeiten können.

Organisationen, die sich frühzeitig auf diese Änderungen vorbereiten, können Compliance-Risiken reduzieren und einen reibungslosen Übergang sicherstellen. Es wird empfohlen, das neue Framework zu testen und Systemaktualisierungen vor der vollständigen Bereitstellung zu validieren. Dieser Ansatz ermöglicht es Publishern und Werbetreibenden, einen konsistenten Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne die Nutzererfahrung oder die Einnahmequellen zu beeinträchtigen.

Die Einhaltung der Frist ist unerlässlich, um Compliance-Probleme zu vermeiden und einen unterbrechungsfreien Anzeigenbetrieb aufrechtzuerhalten. Organisationen, die UniConsent nutzen, können den Prozess vereinfachen, da die IAB TCF 2.3-Compliance automatisch verwaltet und entsprechend den neuen Anforderungen aktualisiert wird.

Vertrauen durch Compliance aufbauen

Proaktiv mit diesen Updates umzugehen, gewährleistet nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern hilft auch, das Vertrauen der Nutzer zu wahren. Durch die Anpassung an TCF 2.3 können Unternehmen Daten verantwortungsvoll verwalten, die Transparenz verbessern und die Beziehungen zu Nutzern und Partnern stärken.

Compliance ist nicht mehr nur eine gesetzliche Anforderung, sondern ein Wettbewerbsvorteil in einem datenschutzorientierten digitalen Ökosystem.

Referenzen

https://iabtechlab.com/tcf-v2-3-is-open-for-public-comment/

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