Die Wende bei Google Chromes Auslaufen der Third-Party-Cookies

UniConsent Team

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Googles Plan, Third-Party-Cookies in Chrome auslaufen zu lassen, hat erneut eine Wendung genommen. Statt eines vollständigen Verbots setzt der Tech-Konzern nun stärker auf die Wahlfreiheit der Nutzer und lässt Menschen selbst entscheiden, ob sie Cookies zur Verfolgung ihrer Online-Aktivitäten zulassen möchten.

Googles Chrome-Cookie-Phase-OutGoogles Chrome-Cookie-Phase-Out

Was bedeutet das für Nutzer, Werbetreibende und Publisher?

Google kündigte erstmals 2020 an, Third-Party-Cookies abzuschaffen, mit einem angepeilten Zeitrahmen von zwei Jahren. Der Grund? Datenschutzbedenken und wachsender regulatorischer Druck. Doch im Laufe der Jahre verschob sich der Zeitplan immer wieder:

  • 2021: Google verlängerte die Frist auf Ende 2023, mit der Begründung, einen reibungsloseren Übergang zu ermöglichen.
  • 2022: Das Auslaufen wurde weiter auf die zweite Jahreshälfte 2024 verschoben, um der Branche mehr Zeit zur Anpassung zu geben.
  • 2024 (Januar): Chrome deaktivierte Third-Party-Cookies für 1 % der Nutzer, um die Auswirkungen zu testen.
  • 2024 (Juli): Statt Cookies vollständig abzuschaffen, schlug Google einen neuen Plan vor, der auf Nutzerwahl setzt.

Statt eines abrupten Stopps erhalten Nutzer nun die Möglichkeit, Third-Party-Cookies beim Surfen zu aktivieren oder zu deaktivieren. Der Plan wird weiterhin mit Regulierungsbehörden und Branchenvertretern diskutiert.

Warum der Sinneswandel?

Googles ursprüngliches Ziel war es, den Datenschutz zu verbessern und sich an Vorgaben wie DSGVO und CCPA anzupassen. Der Widerstand von Werbetreibenden, Publishern und der Ad-Tech-Branche war jedoch heftig. Sie argumentierten, dass die Abschaffung von Third-Party-Cookies die Auslieferung relevanter Werbung erschweren, kleinere Publisher benachteiligen und gleichzeitig die Macht in Googles eigenem Ökosystem konzentrieren würde.

Auch Regulierungsbehörden, insbesondere die britische Competition and Markets Authority (CMA), schalteten sich ein und stellten infrage, ob der Schritt Google einen unfairen Vorteil verschaffen könnte, indem Werbetreibende gezwungen würden, sich auf Googles eigene Tools zu verlassen.

Angesichts des Widerstands der Branche und der behördlichen Prüfung machte Google einen Rückzieher und stellte diesen neuen, nutzerzentrierten Ansatz als Kompromiss vor.

Was das für Werbetreibende und Publisher bedeutet

Kurzfristig verschwinden Third-Party-Cookies nicht vollständig, ihre Zukunft bleibt jedoch ungewiss. Werbetreibende und Publisher müssen sich auf eine Welt vorbereiten, in der gilt:

  • Die Einwilligung der Nutzer ist entscheidend. Unternehmen müssen Vertrauen aufbauen und klar kommunizieren, warum die Datenerhebung den Nutzern zugutekommt.
  • First-Party-Daten sind wichtiger denn je. Der Aufbau direkter Beziehungen zu Nutzern (über E-Mail-Anmeldungen, Abonnements und Treueprogramme) ist entscheidend.
  • Datenschutzfreundliche Werbung ist der Weg in die Zukunft. Kontextbezogenes Targeting, Googles Privacy Sandbox und alternative Tracking-Lösungen werden eine größere Rolle spielen.

Wie Sie Ihr Unternehmen zukunftssicher machen

Auch wenn Third-Party-Cookies vorerst bestehen bleiben, sollten Unternehmen sich nicht dauerhaft darauf verlassen. So bleiben Sie einen Schritt voraus:

1. First-Party-Datenstrategien stärken

Ermutigen Sie Nutzer, Daten direkt zu teilen, indem Sie Anreize wie personalisierte Erlebnisse, exklusive Inhalte oder Treueprämien bieten.

2. Datenschutzsichere Werbealternativen erkunden

Kontextbezogene Werbung (bei der Anzeigen basierend auf dem Seiteninhalt statt auf dem Nutzerverhalten ausgerichtet werden) erlebt ein Comeback. Googles Privacy Sandbox bietet zudem Lösungen wie die Topics API als Ersatz für herkömmliches Tracking.

Eine robuste Consent-Management-Plattform (CMP) hilft Unternehmen, regulatorische Anforderungen und Nutzerpräferenzen zu navigieren. Plattformen wie UniConsent erleichtern die Compliance durch:

  • Verwaltung der Nutzereinwilligung für Datenerhebung und -verarbeitung.
  • Integration mit dem Transparency & Consent Framework (TCF) des IAB, um Branchenstandards zu entsprechen.
  • Granulare Einwilligungskontrollen, mit denen Nutzer ihre Datenschutzeinstellungen personalisieren können.

Über UniConsent

UniConsent, Teil von Transfons datenschutzorientierter User-Experience-Plattform, sorgt für nahtlose Einhaltung von Datenschutzgesetzen. UniConsent bedient täglich Millionen von Nutzern und hilft Unternehmen dabei, Vertrauen aufzubauen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nutzer zu respektieren.

Möchten Sie mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns unter hello@uniconsent.com.

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