UK-ICO-Leitlinien zu „Consent or Pay" 2025: Compliance und Best Practices

UniConsent Team

4 min read
Add UniConsent as a preferred source on Google
Inhaltsverzeichnis

Das UK-ICO veröffentlichte am 23. Januar 2025 seine Leitlinien zu „Consent or Pay". Wie können sich Publisher 2025 an die Leitlinien des UK-ICO zu „Consent or Pay" anpassen?

UK-ICO-Leitlinien zu „Consent or Pay" 2025: Compliance und Best PracticesUK-ICO-Leitlinien zu „Consent or Pay" 2025: Compliance und Best Practices

„Consent or Pay"-Modelle verstehen

Das britische Information Commissioner's Office (ICO) definiert „Consent or Pay"-Modelle wie folgt:

  1. Nutzer können der Verwendung ihrer personenbezogenen Daten für personalisierte Werbung zustimmen, um auf ein Online-Produkt oder einen Online-Dienst zuzugreifen.
  2. Nutzer können eine Gebühr zahlen, um auf das Produkt oder den Dienst zuzugreifen, ohne dass ihre personenbezogenen Daten für personalisierte Werbung verwendet werden.
  3. Nutzer können sich entscheiden, das Produkt oder den Dienst nicht zu nutzen.

Dieses Modell zielt darauf ab, Verbrauchern echte Wahlmöglichkeiten zu bieten und gleichzeitig die Einhaltung der britischen Datenschutzgesetze sicherzustellen.

Einhaltung der britischen Datenschutzgesetze

Laut UK-ICO müssen Unternehmen, die „Consent or Pay"-Modelle einsetzen, Folgendes sicherstellen:

  1. Die Einwilligung muss freiwillig erfolgen – Nutzer sollten eine echte Wahl und Kontrolle über ihre Daten haben.
  2. Einhaltung von UK-DSGVO und PECR – Das Modell muss mit den Datenschutzgesetzen übereinstimmen, einschließlich der britischen Datenschutz-Grundverordnung (UK-DSGVO) und der Privacy and Electronic Communications Regulations (PECR).
  3. Dokumentation und Begründung – Unternehmen müssen ihre Bewertung im Rahmen einer Datenschutz-Folgenabschätzung (DPIA) dokumentieren und ihre Compliance begründen können.

„Consent or Pay" vs. „Alles-oder-nichts"

Ein „Alles-oder-nichts"-Ansatz bedeutet, dass ein Nutzer, der der Verwendung seiner Daten nicht zustimmt, den Dienst überhaupt nicht nutzen kann. Dieser Ansatz erfüllt nicht die Anforderung, dass die Einwilligung im Rahmen der UK-DSGVO freiwillig erfolgen muss.

Umgekehrt bietet ein „Consent or Pay"-Modell den Nutzern eine Alternative: entweder der personalisierten Werbung zustimmen oder eine Gebühr für eine werbefreie Erfahrung zahlen. Dies stellt sicher, dass der Zugang zum Dienst nicht ausschließlich von der Einwilligung abhängt.

Compliance für die „Pay"-Option sicherstellen

Um zu belegen, dass die Einwilligung freiwillig erfolgt, sollten Unternehmen in Erwägung ziehen, neben dem „Consent or Pay"-Modell zusätzliche Alternativen anzubieten, wie zum Beispiel:

  1. Kontextbezogene Werbung – Ausspielung nicht personalisierter Anzeigen auf Basis von Inhalten statt Nutzerdaten.
  2. Premium-Abonnementstufen – Kostenpflichtige Pläne mit erweiterten Funktionen, die über die reine Werbefreiheit hinausgehen.

Schlüsselfaktoren für die Einhaltung der ICO-Leitlinien

1. Machtungleichgewicht

Unternehmen müssen sicherstellen, dass Nutzer, einschließlich Bestandskunden, echte Wahlmöglichkeiten für den Zugang zum Kerndienst haben. Nimmt ein Unternehmen eine marktbeherrschende Stellung ein, muss es besonders vorsichtig sein.

Risiko für kleine Unternehmen: Agiert ein Unternehmen in einem stark wettbewerbsorientierten Sektor mit geringen Wechselkosten, ist das Risiko eines Machtungleichgewichts geringer.

2. Angemessene Gebühr

Die Gebühr muss angemessen sein und den Wert widerspiegeln, den Nutzer der Nichtweitergabe ihrer personenbezogenen Daten beimessen. Sie sollte nicht übermäßig hoch sein, um Nutzer zur kostenlosen Option zu drängen.

3. Gleichwertigkeit des Dienstes

Unternehmen müssen über alle Optionen hinweg einen gleichwertigen Kerndienst bereitstellen:

  1. Das Kernprodukt oder der Kerndienst sollte in Qualität und Funktionalität identisch sein.
  2. Zusätzliche Vorteile sollten nicht ausschließlich an die kostenpflichtige Option gekoppelt sein.
  3. Eine einfache kostenpflichtige Option sollte verfügbar sein, die keine zusätzlichen Funktionen über den Datenschutz hinaus enthält.

4. Privacy by Design

Der Entscheidungsprozess sollte fair und transparent sein:

  1. Gleichwertige Darstellung – Wahlmöglichkeiten müssen klar und fair präsentiert werden.
  2. Dark Patterns vermeiden – Täuschende Gestaltungstaktiken, die Nutzer zur Einwilligung manipulieren, sollten vermieden werden; mehr dazu unter DSGVO-Dark-Patterns mit UniConsent CMP vermeiden.
  3. Klare Kommunikation – Nutzer sollten ihre Optionen und die Auswirkungen ihrer Entscheidungen leicht verstehen können.

„Consent or Pay" mit UniConsent und UniSignIn umsetzen

Britische Publisher können die Ad-Free and Consent or Pay Experience mithilfe von Funktionen in UniConsent und UniSignIn aktivieren. Dies ermöglicht ihnen, ein werbefinanziertes Geschäftsmodell neben einer kostenpflichtigen Abo-Option umzusetzen und dabei 10–30 % der Umsätze zurückzugewinnen.

Ad-Free and Consent or Pay ExperienceAd-Free and Consent or Pay Experience

Referenzen

Über UniConsent

UniConsent ist eine von der EU-IAB und der IAB Canada zertifizierte Consent-Management-Plattform (CMP). Zudem ist es ein von Google zertifizierter CMP-Partner der Gold-Stufe. Kontaktieren Sie uns, um mehr zu erfahren: hello@uniconsent.com

Activate Google Consent Mode UniConsent to enhance the accuracy of your Google Analytics and Google Ads conversion data.

Set up Google Consent Mode →

Beginnen Sie damit, Ihre Website und Anwendung gemäß EU-DSGVO, US-CPRA, CA-PIPEDA usw. konform zu machen

Registrieren

Beginnen Sie damit, Ihre Website und Anwendung gemäß EU-DSGVO, US-CPRA, CA-PIPEDA usw. konform zu machen

Registrieren